Schule

Eine Einrichtung, in der die pädagogischen Konzepte nach Maria Montessori umgesetzt werden, ist die Montessori Schule. Hier wird das Prinzip der vorbereiteten Umgebung und die für die gesunde geistige Entwicklung und Förderung so wichtige Freiarbeit konsequent realisiert. In einer Montessori Schule wird den Schülern die Bewegungsfreiheit und Selbständigkeit zugestanden, die sie brauchen, um eigenständig und ohne äußere Zwänge das Wissen und die Fähigkeiten erwerben zu können, die ihrem Entwicklungsstand entsprechen.

Die Freiarbeit ist jedoch nicht die einzige didaktische Methode, die an einer Montessori Schule zum Einsatz kommt. Auch gemeinsame Gespräche und Fachunterricht sind fester Bestandteil des Unterrichts. Regelmäßige Exkursionen oder Museumsbesuche dienen ebenso der Wissensvermittlung vor Ort wie die Beschäftigung mit konkreten Objekten in der Schule.

Die Notengebung, die es an staatlichen Schulen gibt, wird in der Montessori Pädagogik als kontraproduktiv angesehen, da mit ihr ein Belohnungs- und Bestrafungssystem etabliert wird, das der selbständigen Entfaltung und Entwicklung widerspricht. Das eigenständige Lernen soll durch das eigene Interesse entfacht werden und nicht durch den Druck oder die Erwartung einer guten Note oder gar die Angst vor einer schlechten Note. Die in der Montessori Schule große Bedeutung der moralischen und sozialen Erziehung findet in der klassischen Notengebung ebenfalls keine Entsprechung. Der Kompromiss, der in Montessori Schulen aufgrund der erforderlichen Leistungsdokumentationen, realisiert wird, besteht in Lernberichten, die mehr oder weniger detailliert auf den Wissens- und Entwicklungsstand des einzelnen Schülers eingeht.


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