Die Grundsätze der Montessori Pädagogik werden in den Montessori Kinderhäusern bereits in der Arbeit mit drei- bis sechsjährigen Kindern in die Praxis umgesetzt. Anders als in Regelkindergärten sind die in einem Montessori Kinderhaus tätigen Erzieher geschult und erfahren in diesen Grundsätzen und tragen Sorge dafür, dass sie auf einem stetig hohen Niveau den selbstgesetzten Standards entsprechen.
Die Erzieher im Montessori Kinderhaus verstehen sich nicht als Betreuer im Sinne eines Babysitters, sondern vielmehr als Mitarbeiter und Beistand der Kinder, der ihnen Anleitungen für ihr Verhalten mitgibt und es ermöglicht, selbständig neue Sachverhalte zu erlernen. Geduld und eine gute Beobachtungsgabe sowie ein tiefes Verständnis der Montessori Methode sind hierfür notwendige Voraussetzungen.
Nicht nur die Ausbildung der Erzieher, auch die äußeren Bedingungen in einem Montessori Kinderhaus unterliegen klar definierten Richtlinien, damit die Entfaltung und Entwicklung der Kinder erleichtert wird. So wird das Kinderhaus insgesamt als vorbereitete Umgebung verstanden, in der den Kindern genügend Anreize geboten werden, die zur eigenständigen Beschäftigung einladen. In mehreren Gruppenräumen können sich die Kinder zusammenfinden und gemeinsame Aktivitäten durchführen, oder sich in die einzelnen Bereiche zurückziehen, die bestimmten Tätigkeiten (wie z.B. Malen, Rollenspiele, etc.) zugeordnet sind. Die hierfür angebotenen Materialien sollten leicht zugänglich sein und für alle Kindern jederzeit verfügbar sein.
Der Besuch eines Kindes in einem Montessori Kinderhaus ist nicht teurer als in einem Regelkindergarten, allerdings werden die Kinder hier auf eine andere, den Montessori Prinzipien der Selbständigkeit und individuellen Persönlichkeit des Kindes entsprechende Art und Weise erzogen.