Kindergarten

Bereits Kinder im Vorschulalter können durch den Besuch eines Montessori Kindergartens nach den Montessori-Grundsätzen erzogen werden. Diese zeigen sich im Idealfall bereits in der Architektur des Gebäudes, in dem sich der Montessori Kindergarten befindet und die sich durch mehrere Gruppenräume und kindgerechte Möblierung auszeichnet. Der Montessori Kindergarten hat den Anspruch, eine vorbereitete Umgebung darzustellen, in der den Kindern alters- und entwicklungsgemäße Lernanreize angeboten werden. Ohne Zwang und externe Aufforderung können die Kinder hier die angebotenen Materialien nutzen wann, wie und wie lange sie möchten. Insbesondere die Schulung der Sinne ist in diesem Alter von großer Bedeutung und so ist das Sinnesmaterial nach Maria Montessori fester Bestandteil jedes Montessori Kindergartens. Das Erleben von verschiedenen Geschmäckern, Geräuschen oder Strukturen ist eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung und das Verständnis komplexerer Zusammenhänge.

Im Vordergrund der Erziehung und Bildung eines Montessori Kindergartens steht neben dieser Schulung der Sinneswahrnehmungen auch die soziale Erziehung und die Förderung von Toleranz, gegenseitiger Hilfe und einem respektvollem Umgang miteinander. Oftmals besuchen sowohl behinderte als auch nicht-behinderte Kinder einen Montessori Kindergarten, der sich jedoch nicht nur als integrativer Kindergarten versteht, sondern als Kindergarten für Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Der Begriff „behindert“ wird hier nicht verwendet.

Die in einem Montessori Kindergarten eingesetzten Materialien und deren pädagogische Grundlage findet sich mittlerweile auch in staatlichen oder anderen privaten Kindergärten wieder, da der Vorteil der zwanglosen und selbständigen Entwicklung und Erziehung auch von vielen anderen Pädagogen erkannt wurde.


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