Freiarbeitsmaterial

Ein zentraler Bestandteil der Montessori Pädagogik ist die Methode der freien Wahl, die im Laufe der Zeit unter dem Namen Freiarbeit bekannt wurde. Im Gegensatz zu dem immer noch vorrangig in Regelschulen stattfindenden Frontalunterricht basiert die Wissensvermittlung hier auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und Selbständigkeit. In diesen Zeiträumen haben die Schüler die Auswahl von zahlreichen verfügbaren Materialien, mit denen sie sich nun beschäftigen können. Dabei ist es egal, aus welchem Bereich das Material stammt oder wie lange die Beschäftigung letztendlich dauert, lediglich eine willkürliche und grundlose Beendigung (z.B. aus Ungeduld) sollte nicht erfolgen. Die Beschäftigung mit dem Freiarbeitsmaterial kann entweder alleine oder aber mit anderen Mitschülern gemeinsam erfolgen, auch Hilfestellungen durch den Lehrer oder Erzieher sind bei Bedarf und Wunsch jederzeit möglich.

Prinzipiell ist die selbständige Beschäftigung jedoch immer möglich, auch die Bewältigung von bestimmten Aufgaben und Fragestellungen einschließlich der Fehlerkontrolle kann ohne fremde Hilfe in Angriff genommen werden. Die Auseinandersetzung mit dem Freiarbeitsmaterial unterstützt somit die Freiheit des Schülers, selbst zu entscheiden, wann er sich womit wie lange beschäftigen möchte.

Erfreulich ist die Tatsache, dass auch in Regelschulen zunehmend mehr Raum für Freiarbeit oder ähnliche Methoden geschaffen wird. Um die Möglichkeiten dieser Methode auszuschöpfen, bedarf es jedoch nicht nur Zeit ohne Frontalunterricht, sondern auch entsprechendes Freiarbeitsmaterial, um neue Inhalte zu erlernen und nicht nur Bekanntes zu wiederholen oder zu üben.


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